Wusste die Bundesregierung nichts von Partys auf Mallorca?

Prof. Ullmann: „Manchmal fragt man sich schon wie weit im Voraus die Bundesregierung denkt. Dort scheint man gerade herausgefunden zu haben, dass Mallorca eine Partyinsel ist. Man kann nicht die Reisewarnungen ins europäische Ausland vollständig aufheben und dann darüber diskutieren, ob man alle Reise-Rückkehrer 14 Tage in Quarantäne schicken soll. Vor der Aufhebung der Reisewarnung hätte das Auswärtige Amt gemeinsam mit dem Gesundheits- und Wirtschaftsministerium eine Strategie für die Reise-Rückkehrer entwerfen sollen. Das wäre verantwortungsvolle Politik und eine ehrliche Kommunikation gegenüber den Touristen gewesen. Nun müssen wir auf einheitliche europäische Vorgaben des ECDC (Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten) drängen, wie mit Reise-Rückkehrern verfahren wird.“

Prof. Ullmann weiter: „Selbstverständlich müssen sich auch die Reisenden vor Ort an die Hygieneregeln halten. Ein ‚Scheiß drauf, Malle ist nur einmal im Jahr‘ darf es nicht geben. Wir leben in einer Pandemie und das bedeutet, dass sich jeder Einzelne verantwortlich verhalten muss.“

Hintergrund:

Jens Spahn warnt Mallorca-Reisende davor, dass Mallorca nicht das zweite Ischgl werden darf. Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebunds Frank Ulrich Montgomery schlug zudem eine zweiwöchige Quarantäne für Urlauber aus der Region vor.

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