Debatte um Impfstoff von AstraZeneca : Informationskampagne statt Astra für alle!


  • Vorschlag von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Impfreihenfolge zu lockern löst nicht das Problem.

  • Ministerpräsidentenkonferenz muss sich dem Problem stellen und eine Informationskampagne auf den Weg bringen.


Prof. Andrew Ullmann (FDP-Obmann im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages): „‘Astra für alle‘ kann man auf der Reeperbahn brüllen, nicht aber in der bayerischen Staatskanzlei. Die Impfpriorisierung in Deutschland ist darauf ausgelegt, Todesfälle und schwere Verläufe zu verhindern. Wenn nun der Impfstoff von AstraZeneca nicht angenommen wird, muss man durch Informationskampagnen die Bevölkerung von der Effektivität und Sicherheit überzeugen. Außer Lippenbekenntnisse sieht man davon nichts. Wenn das Vertrauen in den AstraZeneca-Impfstoff schon in den hohen Priorisierungsgruppen gering ist, ist nicht auszumalen, wie er in den niedrigen Priorisierungsgruppen angenommen wird. Ich erwarte von der kommenden Ministerpräsidentenkonferenz, dass sie sich endlich dem Problem stellen und eine Informationskampagne auf den Weg bringen. Ich erwarte auch, dass AstraZeneca ihre Daten für die Effektivität der Impfung für über 55-Jährige bald veröffentlicht. Es kann nicht sein, dass möglicherweise schon gute Daten existieren, aber der Öffentlichkeit in einer Pandemie diese nicht zugänglich gemacht werden. Die Herdenimmunität muss erreicht werden, ansonsten stehen wir vor einem schlimmen Winter 2021.“



 
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