Das Corona-Test-Versagen macht digitale Rückständigkeit Bayerns deutlich

Dass 900 Corona-positiv getestete Personen über ihr Testergebnis nicht zeitnah informiert wurden, ist ein Skandal und ein klares Organisationsversagen der Staatsregierung in München. Wir brauchen vor der potentiellen zweiten Welle im Herbst endlich eine bundeseinheitliche Präventions- bzw. Teststrategie, wie Testungen gezielt und organisiert erfolgen. Der Alleingang von Markus Söder und Melanie Huml schadet mehr, als er nützt. Es wird Zeit, dass an die Bürgerinnen und Bürger gedacht wird, um diese vor SARS-Cov-2 so gut wie möglich zu schützen, statt Profilierungsgelüste von Ministerpräsidenten nachzugehen. Dass die Ressourcen nicht reichen und die Gesundheit der Bevölkerung gefährdet wird, darf nicht zur Nebensache werden. Ungezieltes Testen verbrennt diese wichtigen Ressourcen. Gezieltes Testen, dann aber mehrfach in der Inkubationszeit oder Quarantäne, kann als sinnhafte Strategie den Reiserückkehrern aus Risikogebieten angeboten werden.


Bei diesem Skandal tritt vor allem eins zutage: die digitale Rückständigkeit Bayerns. Wenn in die Digitalisierung des Gesundheitswesens investiert worden wäre, wäre so ein Chaos nie entstanden. Die politische Verantwortung für diese Rückständigkeit trägt hier der Bundesgesundheitsminister und insbesondere die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml, die von nichts gewusst haben will. Was an sich schon ein Grund für einen Rücktritt wäre

 
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