COVID-19-Pandemie: Bundesregierung verursacht Tsunami von psychischen Erkrankungen!

Die Bundesregierung hat die COVID-19-Pandemie verschlafen. Der dadurch entstandene Kollateralschaden ist der Bundesregierung offensichtlich egal. Die späte und dadurch hektische Reaktion führte zu schwerwiegenden Folgen für die Bevölkerung. Jetzt wiederholt sie ihre Fehler in der zweiten Welle.  

Die Trauer um verstorbene Angehörige, von denen man sich nicht verabschieden konnte, Vereinsamung, Einkommensverluste und Zukunftsängste belasten die Psyche und verschlimmern bereits bestehende Erkrankungen. Erhöhter Alkohol- und Drogenkonsum, Schlaflosigkeit, Überlastung, chronische Anspannung und Angstzustände sind nur einige der Auswirkungen. Das kann auch körperliche Folgen haben. Wir müssen mit einem Tsunami von psychischen Erkrankungen aufgrund der COVID-19-Pandemie rechnen. Die Ausbreitung der psychischen Leiden innerhalb der Bevölkerung während einer Pandemie darf nicht einfach als Kollateralschaden akzeptiert werden! Die Auswirkungen der Maßnahmen auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung müssen umfassend evaluiert werden, um die Fehler in einer zukünftigen Pandemiesituation nicht zu wiederholen!“  

Einsamkeitspandemie befürchtet

Einsamkeit war schon vor der Krise ein vernachlässigtes Problem. Die Pandemie hat es nur noch verstärkt! In Deutschland fühlten sich während des Lockdowns durchschnittlich 48 Prozent der Menschen mindestens gelegentlich einsam. Die Auswirkungen des Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen haben vor allem jüngere Menschen belastet, das zeigen die ersten Daten der SOEP-CoV-Studie. Es mag zwar sein, dass die Umstellung aufgrund der COVID-19-Einschränkungen für jüngere Menschen anfangs schwieriger war. Ihr Alltagsleben hat sich sehr stark verändert. Aber die Bundesregierung darf keine voreiligen Schlüsse ziehen. Denn zu den Langzeitfolgen der Maßnahmen liegen noch keine Ergebnisse vor. Die aufkommende Kälte in den nächsten Herbst- und Wintermonaten dürfen nicht in eine soziale Kälte münden.  

Wir müssen das Phänomen der Einsamkeit als Herausforderung für unsere Gesellschaft umfassend begreifen. Daher brauchen wir eine Expertenkommission, die sich damit wissenschaftlich auseinandersetzt und Empfehlungen für die Politik vorlegt.

 
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