Beachtliche Stellungnahme des Ethikrats!

Der Deutsche Ethikrat bestätigt unsere Position zum Impfen. Wir müssen mehr tun, um Masern, Mumps, Röteln und andere Infektionskrankheiten, für die es einen Impfschutz gibt, endlich auszurotten. Wir brauchen eine Konzertierte Aktion Impfen, an der sich Bund, Länder und Kommunen beteiligen. Eine Impfpflicht für Kinder braucht es dazu nicht.

Was getan werden muss, liegt für mich auf der Hand: Die Länder und Kommunen sind aufgefordert, ihre finanziellen und personellen Anstrengungen zur Prävention von Infektionskrankheiten zu vergrößern. Schon heute ist es den Ländern und Gemeinden möglich, in Kitas und Schulen nicht nur über Impfen aufzuklären, sondern auch Impfungen unentgeltlich anzubieten. Eine solche Maßnahme ist vor allem in Gemeinden und Stadtbezirken mit geringerer Durchimpfquote angezeigt.

Wir brauchen einen elektronischen Impfausweis. Aber dieser darf keine Beta-Lösung sein und auch kein Flop wie die Gesundheitskarte. Der Ausweis muss von Anfang an auf dem Stand der modernen Technik sein. Er muss automatische Erinnerungen senden und die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz nutzen, um eine hohe Benutzerfreundlichkeit zu haben. Es reicht keineswegs, ein Papierheft durch eine Plastikkarte zu ersetzen.

Wir müssen die Impfangebote niedrigschwelliger ausgestalten. So sollen alle Ärztinnen und Ärzte in Deutschland impfen. Zudem wollen wir Modellprojekte initiieren, in deren Rahmen Angehörige anderer Heilberufe mit staatlich geregelter Heilberufeausbildung (Pflegefachkräfte, Hebammen und Entbindungspfleger, Apothekerinnen und Apotheker) nach erfolgter Fortbildung und Prüfung ebenfalls beschränkt auf inaktivierte Impfstoffe bzw. sog. Totimpfstoffe impfen dürfen.“


 
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